Pfigsten 2026 in Dinkelsbühl
Es gibt Termine im Jahr, die stehen felsenfest im Kalender. Für meine Familie und mich sowie für viele Heltauer ist Pfingsten in Dinkelsbühl einer davon. Auch in diesem Jahr machten wir uns mit großer Vorfreude daran, den Hänger zu packen; schließlich musste vieles mit: Grill, Bierbänke, Fleisch – eben alles, was man so braucht. Und um 14:00 Uhr war es dann so weit, Coarne (Volkmar) und ich machten uns auf den Weg nach Dinkelsbühl. Einige aus unserer Gruppe hatten ihre Plätze schon bezogen, und wir wurden mit einem lauten: „E, engst irscht kit er?“ empfangen.
Alles war schnell ausgepackt und aufgebaut, das erste - oder vielleicht auch schon das dritte - Begrüßungsbier getrunken, und unsere Plätze auf dem Campingplatz füllten sich nach und nach. Jeder von uns freute sich, wieder dabei zu sein, und mit diesem Gefühl machten wir uns gemeinsam auf den Weg ins Festzelt.

Es ist jedes Mal spannend, wen man schon auf dem Vorplatz des Festzelts trifft. Während wir anstanden, um die Eintrittsbändchen sowie das obligatorische Abzeichen zu kaufen, begrüßten wir bereits viele bekannte Gesichter und - wir waren „angekommen“! Wie immer bezogen wir unseren Stammplatz vor der Bar, den wir dieses Mal mit einem Heltauer Banner kennzeichneten. Als die Musik um Punkt ein Uhr leider aufhören musste, machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz, wo Wully (Walter Tonch) uns das altbewährte Fettbrot mit Vegeta und Zwiebel servierte und wir noch lange zusammensaßen.
Neben den offiziellen Veranstaltungen hat sich für uns über die Jahre eine ganz eigene Tradition entwickelt. Aus einem einst spontanen Gedanken: „Kommt, wir werfen mal den Grill an“ wurde ein fester Programmpunkt für den Samstagnachmittag. So fanden sich dieses Mal rund 100 Heltauerinnen, Heltauer und Freunde in der Heltauer Gasse auf dem Campingplatz ein. Und wieder zeigte sich: Gemeinschaft schmeckt einfach besser. Neben Holzfleisch, Mici und „Rieppchen“ ergänzten viele mitgebrachte Salate das Buffet. Auch eine Gemüseplatte durfte nicht fehlen, sodass keine Wünsche offenblieben. Es wurde gegessen und gelacht – und einfach das Miteinander genossen.

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Der kulturelle Höhepunkt folgte am Sonntag mit dem Trachtenumzug und den Tanzgruppenauftritten in der Altstadt von Dinkelsbühl. Heuer tauschte ich meine Zuschauerrolle gegen die aktive Teilnahme. Gemeinsam mit meiner Tochter Alessa lief ich im Trachtenumzug mit – ungewohnt, aber beeindruckend. Normalerweise bin ich Zuschauerin am Straßenrand. Diesmal mittendrin zu sein, bot mir einen ganz neuen Blick auf das Geschehen. Denn so schön das Bild nach außen auch wirkt, steckt doch viel Einsatz dahinter: Nach langen Feiernächten heißt es früh aufstehen, in die Tracht schlüpfen und bei Hitze oder Regen am Umzug teilnehmen. Umso mehr schätze ich den Einsatz der Trachtenträgerinnen und -träger für unsere Kultur. Gerade die zahlreichen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeigen, dass unsere Traditionen nicht nur bewahrt, sondern auch in die nächste Generation weitergetragen werden. Das macht Hoffnung und verdient besondere Anerkennung.

Am Abend versammelten sich viele noch einmal im Festzelt oder nahmen am beeindruckenden Fackelzug teil, der die Altstadt in ein stimmungsvolles Lichtermeer tauchte – ein Moment, der Gänsehaut garantiert.
Und dann, viel zu schnell, ist es so weit: Montag. Aufräumen, zusammenpacken, Abschied nehmen – natürlich nicht ohne das Versprechen: „Nächstes Jahr sehen wir uns wieder!“ Denn so oft wir uns auch im Laufe des Jahres begegnen – dieses Pfingstwochenende in Dinkelsbühl hat seinen ganz eigenen Zauber. Es ist mehr als ein Treffen. Es ist ein Gefühl. Unsere Heimat – ein Stück davon – lebt hier weiter.
Und deshalb freuen wir uns schon heute auf das nächste Pfingsten. Denn eines ist sicher: Der Hänger wird auch 2027 wieder gepackt – und wir sind bereit für viele gemeinsame Momente mit allen, die wieder dabei sein werden:
Mit Musik im Ohr, einem Mici in der Hand und guter Laune im Gepäck.

Text und Fotos: Biggi
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